Wellpappe Report 2/2017

Verpackung als nachhaltiger Imageträger

Viermal jährlich veröffentlicht der Verband der Wellpappen-Industrie (VDW) den „Wellpappe Report“.

Als Sprachrohr der Wellpapp-Branche informiert der VDW darin über Entwicklungen rund um das Thema Wellpappenverpackungen – Trends, Innovationen, Zahlen, Daten und Fakten.

Im aktuellen Report dreht sich alles um umweltverträgliche Verpackungslösungen und die Funktion der Versandverpackung als Imageträger.

Eine Zusammenfassung.

Wellpappe als Wertpapier

Altpapier gepresst

2016 wurde in Deutschland so viel Papier und Pappe recycelt wie noch nie zuvor. Rund 15,4 Millionen Tonnen wurden eingesammelt und wieder zu Verpackungen, wie zum Beispiel Versandkartons aus Wellpappe, verarbeitet. Das funktioniert, weil Mülltrennung in unserer heutigen Gesellschaft akzeptiert und selbstverständlich ist.

Dabei ist das Sammeln und Recyceln ein gutes Geschäft: 1.000 kg Altpapier waren im vergangenen Jahr ca. 45 Euro wert. Soviel zahlten Papierhersteller durchschnittlich für diese Menge. Bei hochwertigerem Altpapier wie Wellpappe lag der Handelspreis sogar zwischen 80 und 100 Euro.

(Bildquelle: VDW)

Immer mehr Wellpappe landet im Altpapier

Der Online-Versandhandel boomt. Egal ob Kleidung, Elektronische Geräte, Möbel oder Lebensmittel. Nahezu alles kann inzwischen online bestellt und in kürzester Zeit geliefert werden. Etwa drei Millionen Pakete werden täglich von Speditionen und Kurierdiensten transportiert – ein Großteil davon in Verpackungen aus Wellpappe. Das sind Schachteln und Kartons von Zalando, Amazon und Co., die dann letztlich beim Verbraucher landen, und von dem entsorgt werden müssen. „Da das Material leicht, trotzdem sehr robust und äußerst variabel ist, gibt es im Versandhandel für die meisten Sortimentsbereiche keine Alternative zu Wellpappenverpackungen“, erläutert Dr. Oliver Wolfrum, Geschäftsführer des Verbandes der Wellpappen-Industrie. „Verbraucher schätzen das Material, da es über den Altpapierkreislauf einfach zu recyceln ist“, so Wolfrum.

Die meisten Verpackungen aus Wellpappe fallen offenbar im B2B-Bereich an. Über 5 Millionen Tonnen Wellpappe hat die deutsche Wellpappenindustrie im Jahr 2016 abgesetzt.

Mehr Umsatz durch umweltfreundliche Verpackungen

Eine Befragung unter europäischen Industrie- und Handelsunternehmen hat ergeben, dass mit Verpackungen aus Wellpappe mehr Gewinn erzielt werden kann. 96 Prozent der Teilnehmer sind der Meinung, dass nachhaltige Verpackungen für den Geschäftserfolg sehr wichtig sind.

Denn Verbraucher wollen nachhaltige Verpackungen. Wer umweltfreundlich verschickt, setzt damit ein Zeichen, erzeugt beim Empfänger ein Gefühl des guten Gewissens, sorgt für ein positives, nachhaltiges Unternehmensimage.

62 Prozent der befragten Inustrie- und Handelsvertreter erwarten einen noch weiter wachsenden Bedarf an nachhaltigen Verpackungen.

Erst der Produktschutz, dann die Umwelt

Recycling

Das Marktforschungsunternehmen Smithers Pira hat eine Studie durchgeführt, in der Händler aus europäischen Ländern zu deren Meinung und Einstellung gegenüber dem Thema nachhaltige Verpackungen befragt wurden.

An erster Stelle steht demnach der Produktschutz als wichtigste Aufgabe der Versandverpackung. Die umweltfreundlichste Verpackung hat keinen Nutzen, wenn das Produkt darin nicht sicher und unbeschädigt beim Empfänger ankommt. Und doch steht für die Befragten an zweiter Stelle bereits die „Recycelbarkeit“ der Verpackung als wichtigster Faktor für den Verpackungseinsatz. Es folgen „technische Eigenschaften“ und „Kosten“.

(Bildquelle: VDW)

Wann ist eine Verpackung nachhaltig?

Laut dieser Umfrage ist das wichtigste Kritrium dafür, dass eine Verpackung als „nachhaltig“ gilt, die Recycelbarkeit. Der Meinung war fast jeder Dritte (29,2 Prozent).

Es folgen:

  • der Einsatz erneuerbarer Materialien (19,6 Prozent)
  • die Verwendung von leichtem Material (15,5 Prozent)
  • ein geringer ökologischer Fußabdruck (8,2 Prozent)
  • biologisch abbaubare Bestandteile (5,1 Prozent)

Alles in allem: Wellpappe ist in Sachen Nachhaltigkeit DIE Verpackung schlechthin.

Dass bei der Herstellung der Verpackung recyceltes Material verwendet wurde, ist für 97 Prozent der Befragten „sehr wichtig“.

Papierbasierte Verpackungen sind Spitzenreiter

Karton – dabei wird nicht unterschieden zwischen Karton, Wellpappe oder Vollpappe – ist für 78 Prozent der Befragten das nachhaltigste Material. In Deutschland und Frankreich liegt der Wert sogar bei circa 90 Prozent.

Kunststoff wird dagegen nicht aus erneuerbarem Material hergestellt, ist eher schwierig zu recyceln und damit als nachhaltiges Verpackungsmaterial nicht sehr beliebt.

Allerdings zeigen sich zwischen den einzelnen Ländern teils Unterschiede: Nur in Deutschland ist die Verwendung von erneuerbaren und in großem Maße vorhandenen Rohstoffen das wichtigste Kriterium für eine nachhaltige Verpackung. In den anderen Ländern steht die Recycelbarkeit des Materials an erster Stelle.

In einem Punkt sind sich die Befragten aus allen Ländern jedoch einig: Papierbasierte Verpackungen, wie solche aus Wellpappe, sind absoluter Spitzenreiter, wenn es um Nachhaltigkeit geht.

(Quelle: www.wellpappen-industrie.de)

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